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Zentralinstitut für Katholische Theologie

Aktuelles

ERNENNUNGEN

 

In den folgenden Wochen veröffentlichen wir hier die Begrüßungen der drei Juniorprofessor*innen. Als Erste wird J.-Prof. Dr. Teresa Schweighofer willkommen geheißen:

 

"Dass Teresa Schweighofer zur Professorin für Praktische Theologie an der Humboldt-Universität berufen wurde, ist auf ganz vielen Ebenen ein Grund für Freude. Das Institut für Katholische Theologie gewinnt mit ihr eine von der Pastoralpsychologie kommende, religionspädagogisch erfahrene und empirisch versierte Praktische Theologin mit einem wachen Gespür für Transformationen in der religiösen Gegenwartskultur. Mit ihrer Dissertation zur Freien Ritualbegleitung hat sie in bahnbrechender Weise dazu beigetragen, das altehrwürdige Forschungsfeld der Pastoraltheologie auf die veränderten Parameter des 21. Jahrhunderts einzustellen. In der globalen Metropole Berlin findet sie ein religiös und weltanschaulich hochdynamisches Feld vor, das geradezu danach schreit, in dieser Perspektive erschlossen zu werden – mit Studierenden, aber auch in entsprechend ausgerichteten Forschungsprojekten. Damit klingt bereits an, dass unsere Freude über Teresa Schweighofer als neuberufene Professorin nicht ganz uneigennützig ist. Durch die nahezu gleichzeitige Besetzung der Lehrstühle für Praktische Theologie / Religionspädagogik in der katholischen, der evangelischen und schon bald auch der islamischen Theologie ergibt sich eine deutschlandweit fast singuläre Konstellation, deren dialogische und kooperative Potentiale für Forschung, Lehre und insbesondere auch die Religionslehrkräftebildung in Berlin verheißungsvoll sind. Als Kollegin und Kollege an der Evangelisch-theologischen Fakultät freuen wir uns darauf, diese Potentiale gemeinsam auszuschöpfen, und begrüßen Teresa Schweighofer sehr herzlich!"

Prof. Dr. Henrik Simojoki und Ulrike Häusler

 


 

Liebe Beschäftigte und liebe Studierende unseres Instituts,

 

für uns alle ist die derzeitige Situation ungewöhnlich. Wer hätte gedacht, dass die Universitätsleitung gezwungen sein könnte, aufgrund der Corona-Pandemie die Humboldt-Universität zu schließen, um stattdessen einen Präsenznotbetrieb aufrecht zu erhalten? Von diesen drastisch verschärften Sonderregelungen ist auch unser Institut betroffen. Bitte haben Sie Verständnis, dass unser Gebäude in der Hannoverschen Straße geschlossen und für niemanden zugänglich ist. Gemeinsam mit dem Institut für Islamische Theologie haben wir einen Krisenstab gebildet, zu dem Prof. Borgolte (Direktor des BIT), Frau Lingthaler (Verwaltungsleiterin) und Prof. Essen (stellv. Direktor des IKT) angehören. Wir stehen in regelmäßigem Austausch und werden alles dafür tun, im Gespräch mit den entsprechenden Institutionen der HU den Betrieb unserer Institute zu gewährleisten.

Liebe Studierende, liebe Dozentinnen und Dozenten, wir - insbesondere Frau Blankenburg - befassen uns intensiv mit auftretenden Fragen zur Organisation der Lehre im anstehenden Sommersemester. Auch die Prüfungsangelegenheiten haben wir im Blick. Wir werden Sie zeitnah auf dem Laufenden halten.

Wichtige Informationen bzgl. des Studiums am Institut finden Sie hier.

Prüfungsbüro: hier

Antworten auf allgemeine Fragen von Studierenden (z.B. Was ist mit meinem Semesterticket? etc.) finden Sie hier.

Wir möchten Sie ferner darüber informieren, dass Prof. Dr. Georg Essen zum 1. April zum stellvertretenden Direktor des IKT ernannt wurde und, in Abstimmung mit dem Direktor Prof. Helmrath, und dem Präsidium der HU die Amtsgeschäfte bis auf weiteres übernehmen wird.

Liebe Mitglieder unseres Instituts, bleiben Sie gesund und achten Sie auf sich und diejenigen, die Ihnen vertraut sind.

 

Berlin, 1. April 2020 Prof. Dr. Johannes Helmrath, Prof. Dr. Georg Essen

 

 


 

Mit großer Freude gibt das Zentralinstitut für Katholische Theologie die Ernennung von Prof. Dr. Georg Essen und Prof. Dr. Günther Wassilowsky bekannt. Prof. Essen übernahm bereits im Februar 2020 die Professur für Systematische Theologie und Prof. Wassilowsky am 01. März 2020 jene für Historische Theologie. Wer sie sind und welche Hoffnung mit den beiden verbunden sind, schreiben Prof. Dr. Christian Waldhoff und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Markschies.

 

Prof. Dr. Georg Essen

 

"Die Humboldt-Universität zu Berlin, vor allem jedoch alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit dem Verhältnis von Recht und Religion befassen, freuen sich, dass mit Georg Essen einer der – nicht nur auf diesem Gebiet – profiliertesten deutschen Theologen auf den Lehrstuhl für systematische Theologie im neuen Institut für Katholische Theologie berufen wurde. Essen, der in Münster und Freiburg Theologie studiert und daneben Lehr- und Forschungserfahrung in den Niederlanden und den USA erworben hat, steht für den Typus des interdisziplinär ausgerichteten Theologen und bringt damit die besten Voraussetzungen für seine neue Aufgabe am Berliner Institut mit. Bisher hatte er einen Lehrstuhl für Dogmatik an der Katholisch Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum inne. Als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin in den Jahren 2017/18 ist er auch mit der Berliner Wissenschaftslandschaft bereits gut vertraut. Sämtliche zu berufende Theologinnen und Theologen – das gilt auch für das benachbarte Institut für Islamische Theologie – werden Zweitmitgliedschaften in einer der Fakultäten der Humboldt-Universität erhalten. Georg Essen hat sich, nur auf den ersten Blick überraschend, für die Juristische Fakultät entschieden. Die Anknüpfungspunkte sind vielfältig: Essen hat nicht nur Gemeinsamkeiten und Unterschiede im dogmatischen Arbeiten von Theologie und Rechtswissenschaft erkundet (bis hin zu gemeinsamen spezifischen Literaturformen, wie dem Kommentar – sei es zum Neuen Testament, sei es zum Grundgesetz), sondern sich von theologischer Seite intensiv mit dem Rechtsverhältnis zwischen Religion und Staat in historischer, juristischer, vergleichender und natürlich theologischer Perspektive kritisch auseinandergesetzt. Bei alledem bleibt er im Kern katholischer Theologie verhaftet. Als mit dem Religions-verfassungsrecht betrauter Staats-rechtler freue ich mich für die Humboldt-Universität, für die Juristische Fakultät und auch ganz persönlich über diese ideale personelle Ergänzung und auf die Zusammenarbeit."

  • Prof. Dr. Waldhoff

Prof. Dr. Günther Wassilowsky

 

"Ich freue mich von Herzen über die Berufung von Günther Wassilowsky zum Professor für Historische Theologie am neuen Katholisch-theologischen Institut. Er verstärkt mit seiner exzellenten Kompetenz die an der Humboldt-Universität seit Jahrzehnten heraus-ragende Gruppe von Wissenschaft-lerinnen und Wissenschaftlern, die sich mit der Christentumsgeschichte der frühen Neuzeit beschäftigen, mit ganz eigenen Akzenten und bringt neben einem römischen Schwerpunkt auch seine globalgeschichtlichen Interessen ein. Sein symbolgeschichtlicher Zugang zur Christentumsgeschichte passt vorzüglich zu den in Berlin vorhandenen Interessen an Ritual und Institution - und natürlich freut sich auch eine Evangelisch-theologische Fakultät außer-ordentlich, wenn ihre eigene konstitutive Wittenberger, Züricher und Genfer Perspektive auf die Christentums-geschichte um die römische ergänzt wird. Die langjährigen Forschungs-arbeiten an antiken und mittelalterlichen Konzilien in Berlin werden durch Wassilowskys Interessen am Zweiten Vatikanischen Konzil vorzüglich abgerundet. Kurzum: Die Neuberufung erweitert auf das Glücklichste die Berliner Forschungslandschaft in den Theologien und Geschichtswissenschaften!"

  • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Markschies

 

 

 

Veranstaltung

Was ist der Mensch? Theologische Klärungen

mit Prof. Dr. Katharina Pyschny und Prof. Dr. Benedikt Schmidt (beide HU Berlin) und Dr. Dr. Martin Breul (Köln)

am Freitag, 31.1.2020, 10:15 - 11:45 Uhr
Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5 (U Oranienburger Tor)

 

Die Frage danach, was der Mensch ist, ist keinesfalls neu – schon der Psalmist stellt sie sich, genauso wie auch Menschen heute, die sicher sind, dass sich das Menschsein nicht in der Bestimmung als Konsument, Kostenfaktor, Gefahr für die Erde oder als kooperatives Wesen erschöpft. Sie stellt sich mit neuer Schärfe und Dringlichkeit im Zusammenhang mit der öffentlichen Debatte über die Anwendung gentechnischer und biomedizinischer Verfahren, mit Fragen zum Anfang und Ende des Lebens und mit der sich umkehrenden Alterspyramide. Die Schwierigkeit besteht darin, vom Menschen entweder zu groß oder zu klein zu denken.

Auch die Menschenbilder der Bibel sind weder thematisch stringent, noch geben sie in ihrer Summe ein einheitliches Bild ab: Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament gibt es auf die Frage, was den Menschen ausmacht, vielstimmige Antworten. Können aber vielleicht gerade diese verschiedenen biblischen Stimmen dienliche Beiträge und „rettende Übersetzungen“ liefern zu der Frage, die keine Disziplin für sich alleine lösen kann: Was ist der Mensch?

Darüber wird die Exegetin Katharina Pyschny mit ihren Kollegen aus den theologischen Nachbardisziplinen ins Gespräch kommen. Das Podiumsgespräch ist  Teil der Vorlesung „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst (Ps 8,5*)? Einführung in die Bibel mit Schwerpunkt auf Aspekten des Menschseins“ von Prof. Dr. Katharina Pyschny, und bietet einen öffentlichen Einblick in die Arbeit des neu gegründeten Institutes für Katholische Theologie der HU Berlin.

 

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Einrichtung des Instituts für Katholische Theologie an der Humboldt-Universität auf gutem Wege

Humboldt-Universität zu Berlin (HU), Erzbistum Berlin und Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung von Berlin zu aktuellem Stand und weiteren Schritten

Mit Beginn des Wintersemesters 2019/20 wird das Institut für Katholische Theologie (IKT) an der HU seinen Lehrbetrieb aufnehmen. Das Institut wird ein forschungsstarkes Team aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erhalten und Lehramtsstudiengänge sowie einen Monobachelorstudiengang "Religion und Gesellschaft" anbieten.

Das Studium soll für Tätigkeiten im Schuldienst, in der außerschulischen Bildungsarbeit in religiösen Organisationen, Verbänden, Medien und in der Wissenschaft qualifizieren und beruht auf einem modernen Konzept, das auch die pluralistische und säkulare Situation in Berlin einbezieht. Es verfolgt zudem eine globalgeschichtliche Perspektive, die es ermöglicht, den Blick über Europa und die westliche Welt hinaus auszuweiten.

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Katholische Theologie mit anthropologischer Perspektive

 

Der Sitz des Instituts für Katholische Theologie wird künftig im ehemaligen Gebäude der Gerichtsmedizin in der Hannoverschen Straße 6 sein. Die Geschicke des Instituts lenkt Johannes Helmrath. Der Professor für Mittelalterliche Geschichte ist im vergangenen Herbst zum Gründungsdirektor ernannt worden. Seine derzeitigen Hauptaufgaben in Bezug auf das Institut sind, die Professuren auszuschreiben, die Studienordnungen zu entwerfen und die Berufungskommission zusammenzustellen. „Die ersten Sitzungen der Kommission werden im Februar stattfinden“, sagt Helmrath. Zu besetzen sind fünf Professuren, zwei W3-Professuren und drei Juniorprofessuren, eine davon ohne tenure track. Am Institut angesiedelt wird auch die Guardini-Professur, die sich derzeit noch an der Theologischen Fakultät (ev) befindet.

Erschienen in der Januar-Ausgabe der HUMBOLDT.

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Romano Guardini
Romano Guardini
Foto: Guardini Stiftung e.V.

 

Zum 50. Todestag Guardinis

Am 1. Oktober 2018 jährte sich zum 50. Mal der Todestag des Theologen und Religionsphilosophen Romano Guardini, der von 1923 bis 1939 an der Friedrich-Wilhelms-Universität, der heutigen Humboldt-Universität zu Berlin, lehrte. Der 1885 in Verona geborene Geistliche zählt zu den bedeutendsten katholischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Er gilt als wegweisender Inspirator der liturgischen Bewegung, war eine der führenden Persönlichkeiten in der katholischen Jugendbewegung und tat sich als akademischer Lehrer mit außergewöhnlich hohem Zuspruch hervor.

Erschienen in der Oktober-Ausgabe der HUMBOLDT.

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